Heute ist wieder Reisetag. Wir stehen nach 8 Uhr auf, ich beginne meine sieben Sachen zusammenzupacken, Denise ist da schon etwas weiter, räumt aber auch zusammen. Duschen, eincremen, ich hole in einem nahe gelegenen Kaffeefiliale Frühstück, dann essen wir auf unserem Balkon mit Blick auf die Fähren und das Meer. Anschliessend noch fertig packen (das klingt jetzt nach deutlich mehr packen als es tatsächlich ist…), dann checken wir aus, gehen über die Strasse und sind am Fährhafen. Mit dem Bild-Übersetzer von Google kann ich die Anzeigetafel aus dem (für uns eher kryptischen) Griechisch auf Deutsch übersetzen und sehe so, dass unser Schiff offen ist. Wir laufen los und fragen beim ersten Mann nach, der uns dann sogleich zum Schiff in die andere Richtung schickt. Dort angekommen, Ticket gecheckt und schon laufen wir aufs Schiff „Kerkyra“. Wir setzen uns oben aufs Aussendeck, da sind wir nicht ganz alleine… Im Schatten ist es gerade aushaltbar 🥵🥵🥵. Eine halbe Stunde später, um 10.30 Uhr, fahren wir los. Die Überfahrt verläuft ruhig und unspektakulär, einige Fotos, wir sehen nochmals den Drepano Beach, wo wir gestern gebadet haben und langsam entschwindet Igoumenitsa unseren Augen.
Nach fast anderthalb Stunden ist Korfu-Stadt in Sichtweite, die Einfahrt bietet einen tollen Blick auf die Festung und einen Teil der Altstadt. Auch zwei grosse Kreuzfahrtschiffe (Virgin Scarlet Lady und Costa Deliziosa) liegen im Hafen (und eine Superyacht, die Deep Blue, ankert vor Korfu). Wir sehen bei der Einfahrt in den Hafen auch bereits das Hotel Atlantis, unsere heutige Unterkunft. Kurz nach 12 Uhr können wir von Bord, gehen durch den Hafen direkt zum Hotel. Check-in ist um ca. 14.30 Uhr, wir können aber das Gepäck hier deponieren. Dann gehen wir ins Städtchen. Es ist heisssssss 🥵🥵🥵. Im „Eingangsbereich“ sind Reisegruppen unterwegs, es ist sehr wuselig. Wir nehmen ein, zwei Seitengässchen und schon ist es ruhiger. So kommen wir an das Olioevino, ein kleines, unspektakuläres Restaurant, das ruhig gelegen und nicht überfüllt (aktuell leer) ist. Die Wirtin begrüsst uns freundlich, das Essen scheint frisch zubereitet zu werden und ist auch tiptop. Wir essen Caprese, Griechischen Salat, Tzatziki und Knoblauchbrot, dazu gönnen wir uns ein Corfu Beer Red Ale. Bevor wir weiter ziehen nehmen wir noch einen Cappuccino freddo.
Wir irren ein wenig durch die Strassen, orientieren uns zwischendurch auf Google Maps und gelangen so zur alten venezianischen Festung. Nach kurzer Klärung unterschiedlicher Vorstellungen über den weiteren Verlauf des Nachmittags, bezahlen wir den Eintritt zur Festung und spazieren bald schweissgebadet über das sonnige Areal 🥵🥵. Es hat nicht besonders viele Menschen hier und die weiteren Tourist_innen, die sich mit uns hier herumtreiben, „rennen“ ebenfalls von raren Schatteneckchen zur nächsten 🤣. Auf dem Boden kann man fast die Schweissspuren aller Besucher_innen sehen 🤪🫠🥵. Wir erreichen den Leuchtturm und für die Aussicht lohnt sich der Aufstieg durch die sengende Hitze. Dann gehen wir wieder zurück, verlassen die Festung, flanieren durch Parks und gegen dem Meer entlang zurück zum Hotel, Denise erwirbt unterwegs noch den obligaten Kühlschrankmagnet, handgemacht aus Porzellan. Wir checken ein, ruhen ein wenig aus und kühlen uns herunter.
So um 19 Uhr machen wir uns wieder bereit. Wir schlendern durch Korfus Altstadt, UNESCO-Weltkulturerbe, lassen uns treiben und suchen ein Restaurant. Wir finden in einer Seitenstrasse ein kleines, das Stou Makà, „Grandma’s Cuisine“. Kleine Karte, täglich anders, die Gerichte gibt es, solange es noch hat. Klingt gut, ist gut. Der junge Kellner ist sehr freundlich, die Köchin kommt auch noch vorbei und wir sind satt und zufrieden. Dessert nehmen wir auch noch, es gibt einen Jogurt-Kuchen, wohl eine Art Cheese-Cake griechischer Art, unglaublich lecker. Greek Coffee haben sie heute leider nicht. Gesättigt flanieren wir weiter durch die hübschen Gässchen, gelangen zufällig in ein Nebengässchen zu einem Olivenholzhandwerker und kaufen gleich ein, zwei Schneidbrettchen und einen Kochlöffel 😅. .Wir schlendern und irren noch weiter, finden Kirchen, ich kaufe noch „traditional sweet from Corfu made with sesam and honey“, Diples, und müssen uns immer wieder auf Google Maps orientieren. Auf dem Rückweg gelangen wir etwas aus der touristischen Zone und streifen durch verlassene Gässchen, finden zur neuen Festung und verlaufen uns danach nochmals. Wir gehen genau in die entgegengesetzte Richtung… Glücklicherweise fällt mir dies gerade noch auf, bevor wir zu weit gegangen sind. Rechtsumkehrt und dann kommen wir alsbald wieder im Hotel an. Es ist bereits 23 Uhr. Wir essen noch das Diples, richtig lecker und dann ist Schlafenszeit. 😴😴😴


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