Nach einem einfachen Frühstück im Zimmer machen wir uns bereit für einige Sehenswürdigkeiten. Ich bin wieder fit, so dass ich heute auch wieder Fotos schiessen mag 😉📸. Unser Plan sind einige religiösen Bauten… Als erstes steht die Synagoge auf unserer (imaginären) Liste. Wir waren beide noch nie in einer Synagoge und haben gesehen, dass es hier möglich ist, die Sofioter Synagoge zu besuchen. Also machen wir uns auf den Weg dahin. Der Eingang ist gut geschützt, wir müssen klingeln und ein Sicherheitsbeamter kommt. Grobe Instruktion, dann dürfen wir die erste Tür passieren, es geht zu weiteren Kontrollen, Identitätsprüfung mit dem Pass und dann natürlich auch noch der Sicherheitscheck, hierbei wird mir mein Sackmesser abgenommen. Dann dürfen wir weiter, Eintritt lösen und Instruktion für den Audioguide (via Smartphone). Dann sind wir drin. Es ist spannend, wirkt ein wenig wie eine Mischung aus Kirche und Moschee, die eher quadratische Form und die runden Kuppeln und Bögen erinnern an Moscheen, Bänke und Altargestaltung erinnern an Kirchen. Die Verwandtschaft dieser drei abrahamitischen Religionen wird einem bewusst. Wir machen den Rundgang mit dem Audioguide, ohne Kopfhörer, aber dafür etwas leise gestellt. Natürlich machen wir auch zahlreiche Fotos. Mit meiner Insta360 X4 mache ich 360° Fotos und werde dann von einem anderen Besucher angesprochen, ein Deutscher, er sei Fotograf und habe früher selbst 360° Fotos gemacht, dies sei sehr aufwändig gewesen, da sei eine solche Kamera eine tolle Sache. Beim Verlassen der Synagoge erhalte ich mein Sackmesser wieder zurück.
Weiter geht’s, unweit der Sofioter Synagoge steht die Banja-Baschi-Moschee. Auch diese besuchen wir, sie ist nicht gross, trotzdem hübsch in ihrer Einfachheit. Beim Herauskommen erhalten wir noch eine Kleinigkeit zum Naschen. Weiter geht’s zur Rotunde des heiligen George, ein kleines, altes Kirchlein, das mittlerweile inmitten eines sowjetischen Gebäudekomplexes (und Parkplätzen) steht. Dabei kommen wir am Präsidentenpalast vorbei, der ein Teil dieses Gebäudekomplexes darstellt. Davor findet gerade die Wachablösung statt, wir schauen dem Spektakel kurz zu. Nach der Rotunde wollen wir zur Alexander-Newski-Kathedrale. Wir kommen durch ein kleines, hübsches Pärkchen, ganz so trostlos, wie uns Sofia gestern vorgekommen ist, scheint es hier doch nicht überall zu sein. Langsam wird die Kathedrale sichtbar, sie wirkt aus der ferne schon eindrücklich. Wir machen eine kurze Besichtigung und umkreisen die Kathedrale einmal. Daneben steht noch die Sophienkirche, darin findet gerade ein Gottesdienst statt, daher verzichten wir auf eine Besichtigung. Auf dem Rückweg ins Stadtzentrum kommen wir noch an der Russische Kirche „Sveti Nikolay Mirlikiiski“ vorbei, da wir sowieso schon dabei sind, statten wir auch dieser noch einen Besuch ab und gehen auch noch einen Blick in die darunter liegende Gruft werfen. Vorbei am Nationaltheater „Iwan Wasow“, das uns ein wenig an das Theater von Russe aus dem letzten Jahr erinnert.
Eher zufällig erreichen wir das Vitosha-Boulevard, dies scheint die Zentrumsstrasse zu sein, links und rechts von zahlreichen Restaurants und Shops gesäumt. Nur knapp haben wir dieses Boulevard gestern auf unserer Restaurantsuche verfehlt… einige Meter zu früh kehrt gemacht… Wir laufen das Boulevard auf, bis fast zum Nationalen Kulturpalast, dann drehen wir um und laufen auf der anderen Boulevard-Seite wieder zurück. Vorbei an der Kathedrale Sweta Nedelja, bis zu der wir gestern bereits gelaufen sind. Denise wird langsam etwas nervös, da die Zeit nun schon etwas fortgeschritten ist, wir müssen noch einkaufen für die Bus-Reise nach Skopje und dann auch noch zu Mittag essen. Hier fahren zum Teil auch alte „Basler Drämmli“, noch im klassischen BVB-Grün 😁🤗, da kommen Heimatgefühle auf, bei mir 😉. Wir gehen weiter, kommen auch wieder bei der Metrostation Serdika II im Zentrum vorbei, hier sind einige Ausgrabungsstätten zu sehen, die ich gestern auch nur am Rande ansehen mochte. Wir schauen hier für einen Souvenirmagnet für Denise. Danach gehen wir zur Markthalle, zwischen Moschee und Synagoge und kaufen da Proviant ein.
Nachdem wir unserer Einkäufe erledigt haben, gehen wir ins Hadjidraganov’s Houses Restaurant, nahe bei unserem Hotel. Wir haben dieses Restaurant schon vorgängig ausgemacht, es scheint ein gutes, traditionelles zu sein, das jeweils auch gut besucht ist, insbesondere abends. Wir haben gut Platz und bestellen. Auch zeitlich sind wir nun gut drin. Wir essen gut und viel, mögen nicht ganz aufessen, gönnen uns trotzdem noch ein kleines Dessert.
Nach dem Essen (und zahlen) gehen wir zurück ins Hotel, dort konnten wir unser Gepäck einstellen und nun wieder entgegennehmen. Wir verstauen unseren Proviant und marschieren dann wieder vollbepackt (und vollgegessen) los in Richtung Busbahnhof. Es gibt zwei, den „Zentralen Busbahnhof“ und gleich daneben den kleineren „Internationalen Busbahnhof“. Wir irren zuerst ein wenig umher, finden im Zentralen Busbahnhof unseren Bus nirgends angeschrieben, so gehen wir noch rüber und finden dort dann den richtigen Abfahrtsort. Noch sind wir etwas früh dran, so suchen wir uns einen Sitzplatz in der Nähe, zwischen Verkaufsständen, und warten da.
Rechtszeitig gehen wir dann zum Bus, als er einfährt, es sind schon einige Menschen hier am Warten. Doch wie sich zeigt, wollen die alle in den daneben stehenden Bus nach Niš. Unser Bus bleibt fast leer, ausser uns zweien sind nur noch 2 weitere Personen im Bus. So sitzen wir dann gemütlich im Bus, es läuft Musik und ist eine ganz angenehme und entspannte Fahrt. Ein leichtes Gewitter zieht auf und beim Grenzübergang von Bulgarien nach Nordmazedonien dauert es ein wenig länger, eine der beiden jungen Frauen, die mit uns im Bus sind, wird länger aufgehalten und kurzzeitig weggeführt. Wir warten, erst im Bus, später draussen nach der Grenzkontrolle. Ein Donner erschreckt mich, was die Chauffeure leicht amüsiert, sie beruhigen mich sofort 😅. Irgendwann können wir dann, wieder vollzählig, weiter fahren, durch die Hügel geht es jetzt eher wieder abwärts, eine schöne Stimmung. Wir erreichen Skopje am späteren Abend, so ca. um 20 Uhr.
Auf direktem Weg gehen wir in Richtung unserer Unterkunft, den Urban Hostel & Apartements, die unweit des Busbahnhofes gelegen ist. Ich nehme Kontakt mit dem Vermieter auf und er wird bald vorbei kommen. Als er da ist, führt er uns zu unserem Appartement, das in einem weiteren Gebäude in der Nähe gelegen ist. Es ist tiptop, in einem Neubau und wohl noch nicht oft vermietet worden. Für uns passt es. Wir richten uns grob ein und ich gehe noch rasch ins nahe gelegene Einkaufszentrum, dies hat noch kurz geöffnet, so dass ich uns noch ein Abendessen besorgen (und das Einkaufscenter geniessen 😉) kann. Denise macht in der Zwischenzeit eine Wäsche…
Wir essen noch etwas kleines und legen uns dann bald schlafen. 😴😴😴😴😴😴😴😴😴😴😴😴😴


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