Der Wecker geht heute besonders früh, bereits um 7 Uhr. Denn wir müssen noch fertig packen, frühstücken, Zähneputzen, Unterkunft bezahlen… Auf 08.45 Uhr hat Denise per App (VrapOn Taxi) ein Taxi zum Bus“bahnhof“ bestellt. Wir setzen uns um etwa 7.30 Uhr auf den Vorplatz, es ist ruhig. Die Sonne scheint, von unten drückt etwas Nebel hoch, die Stimmung erinnert uns ein wenig ans Tessin. Etwas später ist der Nebel hochgezogen, es ist grau, die Temperatur angenehm. Und kurz vor 8 Uhr kommt die Gastgeberfamilie vom Einkauf zurück, sofort beginnen sie für uns einzudecken und kurz darauf erhalten wir ein wunderbares Zmorge, inkl. türkischem Kaffee. 8.25 Uhr, Unterkunft bezahlt und wir packen noch die letzten Dinge ein (Zahnbürsten & Ladegeräte). Dann verabschieden wir uns und warten aufs Taxi. Die App sagt, der Fahrer sei da, wir sehen ihn nicht. Denise ist schon leicht gestresst. Über die App schreiben wir nochmals, wo wir warten, es kommt eine Antwort und kurz vor 9 Uhr ist dann unser Fahrer da. Er fährt uns zum Bus, tippt unterwegs noch ein Angebot für eine Fahrt mit ihm nach Saranda, akzeptiert aber anstandslos, als ich sage, wir hätten schon Bustickets (was auch der Wahrheit entspricht, aber nicht so landestypisch ist 😅). Ca. 9.10 Uhr sind wir an der Busstation, er zeigt uns noch, welches der Bus nach Saranda ist. In der Bus-Agentur kläre ich noch kurz mit unserem Ticket, das passt so, ich benötige nichts weiter, es wird uns auch nochmals der Bus gezeigt. Der Fahrer sitzt noch im Café nebenan und deutet an, wir sollen das Gepäck einladen, was wir tun. Dann setzen wir uns auch ins Café, erst etwas zögerlich, aber der Fahrer und weitere Herren (Frauen sind keine im Café) deuten sofort, wir sollen hinsitzen. Bedient werden ersteinmal alle anderen. Als der Wirt zum x-ten Mal an uns vorbei geht, bestelle ich direkt zwei Kaffees, so klappt das dann einwandfrei. Wir beobachten das Treiben, es kommen einige weitere Tourist_innen. Ich bezahle die Kaffees (200 Lek) und etwas später, so ca. 9.45 Uhr, begeben wir uns dann auch langsam zum Kleinbus und suchen uns zwei freie Sitzplätze (es hat noch…). Der Bus füllt sich bis fast auf den letzten Platz, der Fahrer kommt und kassiert ein, ausser uns hat nur noch jemand anderes bereits ein Ticket… Dann fahren wir pünktlich um 10 Uhr los. Mit kurzen Zwischenstopps um noch ein, zwei Einheimische für Kurzstrecken einzuladen, fahren wir dann dieselbe Strecke wie gestern retour.
Mit dem etwas kleineren Bus wie gestern sind wir auch ein wenig schneller, etwa 15-20 Minuten. Die letzten Meter in Saranda stehen wir leicht im Stau. Dann sind wir wieder da, wo wir gestern eingestiegen sind, es ist etwa 11.20 Uhr, um 12 Uhr fährt unser Bus nach Himara. Beim Aussteigen steht schon einer und ruft Himara und zeigt auf den Bus vor unserem. Wir holen erst unser Gepäck, ich will dann zuerst prüfen, ob dies unser Bus oder der eines anderen Busunternehmens ist, Denise hat ihren Rucksack bereits verladen, ich kläre mit dem Fahrer und es ist tatsächlich nicht unser Bus, Denise holt sich ihren Rucksack wieder. Dann gehen wir ein Stück nach oben, dorthin, wo gemäss meiner Recherche unser Busunternehmen fährt, und da steht bereits ein anderer Van, angeschrieben mit Himarë. Auch hier kläre ich kurz und das ist nun der richtige Bus, wir laden unsere Rucksäcke ein, gehen noch kurz auf die schmuddelige Toilette im Bistro daneben (der Fahrer schickt uns hier auf Toilette). Dann kaufen wir noch kurz etwas zu trinken ein und steigen so ca. 11.50 Uhr in den Van. Der Bus hat etwa halb so viele Plätze wie der vorherige, es ist ziemlich warm drin und er füllt sich dann doch auch fast komplett. Auch hier fahren wir pünktlich los. Das erste Stück kennen wir mittlerweile, doch bald biegen wir nach Himara ab. Mittlerweile läuft die Klima und kühlt etwas herunter, es ist angenehm. So fahren wir, anfangs noch hinter der ersten Hügelkette, später fahren wir immer wieder entlang der Küste. Mittlerweile hat der Fahrer die Klima wieder ausgeschaltet, zwischendurch weht ein angenehmes Lüftchen durchs offene Fahrerfenster, es ist wieder warm… Denises Sitznachbar, ein junger Tourist, stöhnt immer wieder hitzegeplagt und spritzt, gemäss Denise, bei jeder Bewegung mit Schweiss um sich 😝💦🫣. Wir sehen von oben auf wunderbare Strände mit zahlreichen Sonnenschirmen und Liegestühlen und klarem, blauem Wasser. Dann auch wieder Küstenabschnitte mit felsig abfallenden Kanten. Und wir kommen an einem U-Boot-Bunker vorbei. Etwas später sind wir schon fast in Himarë, fahren noch einen kleinen Umweg, woraufhin das junge Pärchen auf den Sitzen vor uns unruhig wird und nochmals nachfragt, Himarë wird bestätigt, sie verfolgen weiterhin nervös auf Google Maps, wie wir uns zuerst eher von Himara entfernen… Fast pünktlich sind wir dann tatsächlich in Himarë. Nun erwartet uns ein rund 15-minütiger Fussmarsch entlang dem Strand in der wärmenden Mittagssonne (ohne Schatten, versteht sich von selbst…), es ist etwas nach 13.30 Uhr. Angekommen am Zielort, suche ich unsere Unterkunft. [Anmerkung Denise: Währenddessen tropfe ich einmal mehr vor mich hin 💧] Angeschrieben ist nichts. Nach etwas Suchen frage ich im hier gelegenen Restaurant ‚Taverna Andreas Potam‚ nach, ob sie die Beleris Rooms kennen, ja, die seien da. Also hole ich Denise, die im Schatten gewartet hat und wir können einchecken. Eine traumhafte Unterkunft zu einem fairen Preis (140 € für 2 Nächte), direkter Zugang zum Strand, wir haben einen eigenen Balkon zum Meer hin (fast aufs Meer hinaus…), Kühlschrank, Wasserkocher, Teebeutel und Instant-Kaffeepulver. Wir laden das Gepäck ab und setzen uns dann gleich fürs späte Mittagessen in die Taverne. Wir haben beide ziemlich Hunger…
Nach dem Essen kaufen wir im kleinen Supermarkt gegenüber Getränke und Snacks ein und gehen in unser Zimmer, resp. unsere VIP-Terrasse. Wir geniessen Kaffee, Wasser und ein Elbar-Bier, geniessen die Aussicht und beobachten das Wetter, es wirkt wieder etwas gewitterig, donnert zwischendurch und es kommen einzelne Regentropfen, aber so richtig Gewitter wie gestern bleibt heute aus. Wir verschieben das Baden auf morgen und geniessen vorerst das ‚jetë e ëmbël‘ 😎🌞🌩️🍺.
So um 19 Uhr beginnen wir, uns fürs Abendessen vorzubereiten. Um 19.30 Uhr bestaunen wir dann erst noch den Sonnenuntergang, so um 20 Uhr gehen wir dann hinaus und flanieren dem Potami-Strand entlang weiter. In einem Market erwerben wir noch eine Luftmatratze, damit wir es morgen auf unserer Terrasse schön bequem haben (der Verkäufer will sie uns schon aufpumpen… Doch zum Abendessen macht sich das nicht so gut, daher verzichten wir darauf). Die Strandrestaurants hier überzeugen uns weniger, so spazieren wir zurück, an unserer Unterkunft vorbei und finden im Restaurant Portokalis ein lauschiges Plätzchen. Das Essen ist einmal mehr richtig lecker, ich esse das ‚Imam Baildi‚, Denise den Himarëkäse mit gegrilltem Gemüse und Feigenkonfi, gemeinsam teilen wir uns den Himarë-Salat. 😋😋😋. Dazu lokalen Weisswein, ganz okay, wir hatten schon besseren… Danach spazieren wir noch ein kleines Stückchen, zu einer Busstation, viel bringen wir da nicht in Erfahrung. Dann drehen wir um, der Strandpromenade entlang in Richtung Unterkunft, am Strand dröhnt aus den Strandbars Musik. Die Strandbars haben Stil und wir beschliessen, uns das nicht entgehen zu lassen und setzen uns in die ‚Boca Chica‚. Denise geniesst einen Gin Tonic, ich einen Wodka Lemon 😎🍹🍹. Danach gehen wir definitiv zurück in die Unterkunft 🤳🏻😴.


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