… Der Name ist Programm Flo richtet die Betten und der Zug führt uns am ersten Abend und in der ersten Nacht durch Österreich, Slowenien und Kroatien. Wir geniessen die Ruhe, den Ausblick und das schaukeln des Zuges. Es ist auch in diesem Jahr sehr heiss und nicht nur heute Abend/Nacht sollen uns die Hitze und der Schweiss begleiten 🥵.In dieser Nacht schlafen wir erholsam und ohne Störungen. Die Grenze zu Serbien überqueren wir in den frühen Morgenstunden. Für uns verläuft dieser Grenzübertritt ruhig, die Pässe werden eingezogen, wir warten 😊. Ruhig mit Kaffee (der Service aus dem Speisewagen wird von Flo übernommen :-)) und dem Frühstück aus unseren Vorräten beginnen wir den Tag und lassen die Landschaft Serbiens an uns vorbeiziehen. Belgrad erreichen wir gegen die Mittagszeit. Wir versuchen der Hitze zu trotzen, kühlen die Beine mit den mitgebrachten Kühltücher und geben uns ab und zu einem Lachflash hin. Es ist so unglaublich heiss🥵🥵🥵, so ist es ein Wohltat, dass wir bei offenem Fenster und Kabinentüre etwas Durchzug machen können. Wir knüpfen Kontakt mit unseren Kabinennachbarn. Sie seien fast jedes Jahr mit dem Optima Express unterwegs in die Heimat. Die Reise durch Serbien zieht sich, Mehrmals steht der Zug für lange Zeit irgendwo im Nirgendwo oder in einem Bahnhof und wartet wohl auf die Durchfahrtsgenehmigung. Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen… warten, staunen, snacken von unseren Vorräten, spielen und dösen vor uns hin. Atemberaubend nehmen wir die nächtliche Fahrt durch das Niš Tal wahr. Im Mondschein schlängelt sich der Zug entlang durch das Tal. Die Felsen leuchten im Licht des Mondes – uns bleibt nur das Staunen und Geniessen dieses Erlebnisses. Durchgeschwitzt💧 und müde legen wir uns schlafen im Wissen, dass der Zug bald die Grenze zu Bulgarien überqueren wird. Diese verläuft dann später unspektakulär – vielleicht sind wir mit den vielen Grenzübertritten nun doch schon gut geübt. Erneut erwartet uns am kommenden Morgen Sonnenschein und eine warme Zugtemperatur. Gemäss „Fahrplan“ hätte unser heute morgen (11.08.2026) um 6h in Edirne ankommen sollen. Im Vorfeld sorgte ich mich um diese frühe Ankunftszeit „was machen wir nur so früh“… ohje… Diese Sorgen haben sich in Luft aufgelöst, sind wir doch nun bereits mit vielen Stunden Verspätung unterwegs. Die Vorräte an Essen und Getränken reichen noch und wir geniessen ein weiteres Frühstück. Später bestaune ich die Weiten Bulgariens und die wunderbaren Sonnenblumenfelder 🌻🌻🌻- Beautiful. Auch heute zieht sich die Zugfahrt – immer wieder Stopps und kein weiterkommen und dann plötzlich ist Kapikule in Sicht. Das Bild des Bahnhofes ist ein komplett anders als im letzten Jahr. Eine Grossbaustelle präsentiert sich und wir werden informiert, dass die Grenzkontrolle für die Einreise in die Türkei direkt in Edirne stattfinden wird. Der Wagenbegleiter erzählt, dass er selber noch nicht wisse wie dies dann ablaufen wird, Es sei das erste mal, dass dies so sei. Wir denken uns nichts dabei – irgendwie wird dies dann schon organisiert sein und erwarten die Ankunft in Edirne in Kürze. Mittlerweile ist es Abend, die Sonne kurz vor dem Untergehen. Nur der Zug macht keinen Wank… wir stehen und so langsam werden Passagiere unruhig. Einige verlassen unerlaubterweise den Zug und stehen im Kiesbett. So verbreitet sich die Information, dass bei einem der Waggons ein Rad gebrochen sei. Hmm… 🤔dachten wir, wie das wohl repariert wird? Wir beobachten das Treiben vom Fenster aus. Ein Reparatur Team trifft ein und die Passagiere werden von Sicherheitsbeamten zurück in den Zug geschickt. Wir warten und warten. Unsere Kabinennachbarn beschenken uns mit Früchten, welche wir dankend annehmen und verspeisen. Irgendwann ruckelt der Zug weiter und gegen 22h treffen wir in Edirne ein – nach einer Zugfahrt von ungefähr 52h. Auch dieser Bahnhof ist eine Grossbaustelle und das Perron auf welchem wir ankommen, scheint erst notdürftig fertig gestellt. Da wir nicht soviel Gepäck haben, sind wir schnell aus dem Zug und können uns relativ weit vorne in der Schlange zur Passkontrolle anstellen. Anschliessend gehen wir durch die Baustelle zum Ausgang. Der Weg wird uns mit Taschenlampen beleuchtet, immer wieder folgen Anweisungen, dass wir vorsichtig sein sollen. Kabel liegen umher und mit ihnen diverse weitere Stolperfallen. Wir fühlen uns gut begleitet und auch Personen mit Beeinträchtigungen werden eng begleitet (es ist noch kein Lift in Betrieb). Endlich aus dem Bahnhof erwartet uns das totale Chaos. Busse sollten Passagiere zum Perron bringen, bei welchem die Autos entladen werden. Da müssen wir ja nicht hin. Ein Mitarbeiter des Optima Express ruft für uns ein Taxi und plötzlich stehen drei da. Die Taxi Chauffeure beginnen lautstark miteinander zu streiten und wir stehen unbeholfen daneben. Baustellen Mitarbeitende beobachten die Situation und unterstützen mit Füssen und Händen kommunizierend, bei der Taxi Wahl. So steigen wir ein und werden zu unserem Hotel in die Stadt gefahren. Endlich, um ca. 23 Uhr, Check-in und Ankommen im Zimmer. Das Zimmer präsentiert sich gross und auf den ersten Blick modern. Beim näheren Betrachten zeigt sich, dass das Eine und Andere zwar optisch schön aussieht, aber lose montiert wurde. Die Zimmertür klemmt, der Safe ist out of order. Flo hat Hunger und beim Check- in wurde uns gesagt, dass wir im Restaurant im Hotel noch etwas essen können. Da angekommen heisst es „Küche zu“. Was jetzt… ? Ich bin müde, stinke und will duschen. So geht es retour ins Zimmer. Vor lauter Müdigkeit ist mir der Hunger vergangen und ich weise Flo an die Nüsse zu Essen, welche noch vorrätig waren und sich dann schlafen zu legen. Ein Murren – aber keine Widerrede…. GUTE NACHT💤.


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