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20.08.2025 | Skopje – Belgrad: Anstrengender Transfer mit dem Niš Express


Unser Weg führt uns direkt vom Appartement zum Busbahnhof. Uns steht eine lange Busreise mit dem Endziel Belgrad bevor. Für dies haben wir eine direkte Busverbindung mit den Niš Express gebucht. Wir reisen mit einem modernen Reisebus ohne Pause bis zur serbischen Grenze. Dieser Grenzübertritt dauert eine Weile. Alle Passagiere müssen aus dem Bus aussteigen, an der Passkontrolle vorbei und warten bis der Bus die Freigabe erhält, die Grenze zu überqueren. Während dem Warten spricht uns eine ältere Dame auf serbisch an. Wir verstehen sie leider nicht und versuchen dies kund zu tun. Die Dame spricht weitere Passagiere an und überquert plötzlich die Fahrbahn. Auf der anderen Seite angekommen uriniert sie halb verdeckt hinter einem Stein und kommt zurück. Etwas amüsiert beobachten wir die Szene und ich denke „so langsam beginnt meine Blase sich auch bemerkbar zu machen“. Der Bus ist nun da und wir steigen wieder ein – die Fahrt geht weiter – und wie. Der Bus scheint sich bereits eine Verspätung eingefahren zu haben und fährt zügig und ohne Pause weiter. Bei Stopps ist lediglich das Aus- und Zusteigen mögliche. Keine Option für Toilette oder das kurze Vertreten der Beine. Wir beide merken, diese Busfahrt ist anders und wird anders bleiben. Wir beginnen die Trinkmenge zu reduzieren. An einem Stopp MUSS ich aufs WC. Flo hilft mir mit der Kommunikation (beide Busfahren sprechen kein Englisch oder wollen gegenüber Touristen keines sprechen). Ich werde in einen Raum gewiesen, in welchem sich nur Männer und eine nicht abschliessbare Toilette befindet. Nicht gerade mein Toilettenwohlfühlklima, aber es gibt kein zurück. Kaum retour fährt der Bus bei gefühlt noch offener Türe wieder los. Weiter und weiter und weiter. In Niš wirkt es als gäbe es einen längeren Halt, aber der Schein trügt. Die Gepäcksfächer werden geöffnet und Personen beginnen ihr Gepäck auszuladen. Wir sind verwirrt, haben wir doch eine Direktverbindung gebucht. Auch hier gibt es gegenüber Fremdsprachigen keine Bemühungen zur Information. Wir werden glücklicherweise von einem Herrn unterstützt. Er spricht Deutsch und ist mit dem Vater in seinem Heimatland unterwegs. Er informiert uns, dass der Bus aufgrund der Verspätung nicht mehr weiterfahre und alle bis nach Belgrad in einen anderen Bus umsteigen müssen. Wann dieser kommt 🤷🏽‍♀️. Wir bleiben mit beiden im Kontakt und getrauen uns den Weg zur Toilette aufzusuchen, kaum retour steht der neue Bus da. Wir steigen ein und im selben Schnellzugtempo und ohne Pause fährt der Bus weiter bis Belgrad. Unterwegs suchen diverse Passagiere den Chauffeur auf, dieser scheint die Bedürfnisse abzuwimmeln und fährt unbeirrt weiter. Einzig einer jungen, blonden Passagierin schenkt er seine Aufmerksamkeit. Am Horizont irgendwann erscheint Belgrad, was für eine Erleichterung. Gegen 21.00h treffen wir in Belgrad ein, suchen im Busbahnhof (welcher noch nicht fertig gestellt ist) den Ausgang und das Tram in die Innenstadt. Müde und gerädert von dieser mühsamen Busfahrt treffen wir in der Innenstadt ein und beziehen für die kommenden Tage die Wohnung einer Arbeitskollegin. Nachdem wir den restlichen Busproviant aufgegessen haben, legen wir uns schlafen. Wir sind uns beide einig – mit dem Niš Express fahren wir NIE wieder.


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