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21.08.2025 | Belgrad: No English, no ticket, no joy


Ausgeruht erwachen wir in Belgrad und beschliessen zunächst zum neuen Hauptbahnhof zu fahren. Es ist unser Plan morgen Abend mit dem Nachtzug an die Küste von Montenegro zu fahren. Die Tickets werden nur vor Ort verkauft. Wir fahren mit dem öffentlichen Verkehr, dieser ist in Belgrad für alle kostenlos. Verbindliche Fahrpläne sucht man hier vergebens. Flo ist in mein Reiseleiter und recherchiert die Verbindungen und Haltestellen jeweils über Google Maps. Zum Glück funktioniert dies verlässlich. Wir finden den Verkaufsschalter schnell und erkunden uns nach den Tickets. Die Verkaufsdame wirft uns ein harsches *No English“ zu und so kommunizieren wir weiter per Google Translate. Sie steigt darauf ein, wirkt allerdings weiterhin deutlich unfreundlich und desinteressiert. Sie informiert, dass die Bahntickets erst am Tag der Abreise – also morgen früh – verkauft werden. Die Uhrzeit sei unklar, wir sollen bei Schalteröffnungszeit wieder vorbei kommen. Wir sind irritiert – ich besonders. Nirgends war zu lesen, dass die Bahntickets nur am Fahrtag verkauft werden und dies bedeutet für uns einen zusätzlichen Aufwand. Persönlich bin ich überzeugt dass die Dame uns die Tickets einfach nicht verkaufen wollte. Ich bin hässig – der Tag ist für mich gelaufen. Mein armer Flo versucht mich beim Runterregulieren zu unterstützen und wir fahren zur Donau.

Da spazieren wir dem Wasser entlang und sehen den Zusammenfluss der Donau und der Save. Wir warten eeewig auf den Kaffee im Blue wave. Während der Wartezeit geniessen wir den Blick auf das Wasser. Es ist „düppig“ auch am Schatten. Immer wieder muss ich das Bahnhofserlebnis ansprechen – das bleibt während dem gesamten Aufenthalt in Belgrad so – ich kann’s nicht loslassen. Nach einer kurzen Lagebesprechung beschliessen wir weiter zum Kalemegdan Park zu laufen und diesen zu besichtigen. Trotz der unglaublichen Hitze 🪭🪭♨️verbringen wir eine Weile im Park. Die Aussicht auf die Donau ist toll und auch sonst lässt es sich gut durch den Park schlendern. Weiter gehen wir zur Uzun Mirkova. Wir streifen durch einige Shops, beschliessen, noch zum Dom des Heilligen Sava zu gehen.

Es scheint nicht all zu weit zu sein zur Kirche. Schon von weitem sehen wir die Kuppen des Doms. Aber wir laufen und laufen und aufgrund von Baustellen und Tramumleitungen können wir nicht einfach so ins Tram hüpfen und einige Station fahren. So stampfen wir bei grosser Hitze weiter und werden mit einer imposanten Besichtigung belohnt. Im Untergeschoss finden wir, eher zufällig, noch einen grossen „vergoldeten“ Raum, es blendet uns beinahe, trotz fehlender Fenster 😎. In der Umgebung finden wir anschliessend die Pizza Bar Varcar in welchem wir ein grosszügiges Dessert essen. Vor allem ich benötige Nervennahrung, werde ich mit der Aura dieser Stadt einfach nicht warm. Alles wirkt auf mich so chaotisch und misstrauisch was mich sehr anstrengt. Wir tummeln noch etwas weiter durch die Stadt, besichtigen den alten Bahnhof und eine original Lokomotive (blue train) von Tito, Das Gebäude des alten Bahnhofes gefällt uns sehr. Aktuell ist es stillgelegt, wohl soll da irgendwann ein Museum entstehen. Auf dem Bahnhofplatz bleiben wir noch einen Moment stehen uns bestaunen das grosse Monument Stefano Nemanij.

Nun ist es Zeit zurück zur Wohnung zu fahren. Wir nehmen das Tram und ruhen uns einen Moment aus. Zum Abendessen gehen wir in das Kafe-Restoran Kod Smilje in der Nachbarschaft. Essen Pizza und Pommes😁


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