Ich erwache ein erstes Mal um ca. 5.20 Uhr (6.20 Uhr „Schiffzeit“, resp. griechische Zeit), aus unserem Fenster sehe ich die Morgenröte. Wir schlafen noch ein wenig länger aus und verzichten darauf, auf Deck zu gehen und dort die aufgehende Sonne zu bestaunen. Schlafen ist auch wichtig (zit. nach D. Joller, 2026). Eine gute Stunde später sind wir dann wirklich am Erwachen und schon erfolgt die erste Durchsage, die Kabinen-Karten an der Rezeption abzugeben. Denise gerät schon leicht in Stress, ich versuche diesen etwas herauszunehmen. Ich dusche noch, wir machen uns langsam bereit, packen zusammen und bringen unsere Kabinen-Karten so kurz nach 7 Uhr (8 Uhr „Schiffszeit“) zur Rezeption. Dann gehen wir wieder ins Self-Service Restaurant und gönnen uns ein warmes Croissant und einen Kaffee für 9 €. Frisch gestärkt gehen wir aufs Aussendeck und sehen uns die Einfahrt nach ob Igoumenitsa bei strahlender Sonne an.
Pünktlich sind wir im Hafen und steigen kurz nach 9 Uhr (Ortszeit) aus, mit dem Hafenbus geht’s zum Terminal, dieses wirkt etwas verlassen… Ohne Kontrollen verlassen wir das Gebäude auf der anderen Seite wieder und machen uns zu Fuss auf den Weg in Richtung Hotel. Entlang der Strasse, vorbei an zahlreichen Cafés, spazieren wir in der griechischen Morgensonne. Schon bald erreichen wir das Hotel Astoria, unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte. Wir können unser Gepäck abgeben und sie werden uns anrufen, sobald unser Zimmer bereit ist. Wir machen uns auf den Weg ins Städtchen. Wir spazieren entlang dem Hafen, wo die Fähren nach Korfu stehen, immer noch direkt an der gut befahrenen Strasse. Es hat auch hier diverse Cafés, aber so direkt an der Strasse ist nicht ganz so „amächelig“. Dann biegen wir in eine Fussgängerstrasse ab, auch hier hat es Cafés mit gleich mehr Ambiente. Wir setzen uns ins Blanc, Denise erhält einen kalten Cappuccino, ich einen griechischen Frappé.
Gestärkt gehen wir weiter, eine Treppe hoch und stehen hinter einer kleinen, hübschen griechisch-orthodoxen Kirche. Wir blicken von aussen kurz hinein, viel prunkvoller als die Kirchen in Brindisi. Vor der Kirche gehen wir die Treppe wieder runter und kommen an die Meerespromenade. Da entdecken wir einige Restaurants, die wir fürs Abendessen ins Auge fassen. Dann biegen wir wieder ins Städtchen ab, wir suchen einen Fahrradverleih. Der erste Velohändler meint, das sei hier wohl nirgends möglich, wir könnten die öffentlichen Velos oder E-Bikes mit der App Cyclopolis nutzen. Diese Variante haben wir auch schon geprüft, wollen aber trotzdem noch mit einem weiteren Velohändler schauen. Zuerst stärken wir uns aber bei der Bäckerei vis-à-vis. Mit Gepäck in den Händen schlendern wir zum nächsten Velohändler, dem Probikeshop. Wir fragen auch hier für Fahrräder und siehe da, er schaut, was er an Rädern in unseren Grössen hat. Für mich ist eines schon so gut wie bereit, für Denise ist eines gerade noch aufgebockt, in etwa einer Stunde aber bereit. Wir wollen sie für morgen, dann ist der Laden, wegen Sonntag, aber geschlossen. Er würde extra kommen und uns die Velos herausgeben. Ich frage noch, ob es ihm lieber wäre, wenn wir sie heute vor Ladenschluss abholen. Dies sei gut, sie schliessen um 14 Uhr, wenn wir vorher kommen, können wir sie mitnehmen, 20 € pro Velo und morgen Abend vor dem Laden anschliessen.
Es ist etwa halb Elf und wir gehen wieder an die Meerpromenade, machen Fotos und kommen an einem kleinen Lunapark (wenn irgendjemand weiss, wieso diese Lunapark heissen, schreibt es gerne in die Kommentare…) vorbei. Wir setzen uns auf ein Bänkchen und geniessen die Ruhe und die Aussicht. Auch hydrieren wir uns wieder ein wenig, bevor wir dann so um halb Zwölf wieder los laufen. Wir sehen unterwegs eine grosse Treppe, die wir uns nicht entgehen lassen und von oben haben wir einen schönen Ausblick. Dann setzen wir uns in ein Café und trinken noch etwas, der Duft von Ouzo durchzieht unsere Nasen. Am Abend wollen wir mit Ouzo auf unsere Ferien anstossen… Anschliessend gehen wir noch Wasser einkaufen, damit wir auch für den morgigen Sonntag sicher genug haben. Und dann, um kurz nach 13 Uhr, treffen wir wieder beim Bikeshop ein. Er hat gerade noch Kundschaft, doch dann kann Denise probefahren. Etwas stimmt mit der Gangschaltung noch nicht, er fährt selbst eine Runde, dann wird nochmals herumgeschraubt. So läuft dies eine Weile, schrauben, kurze Probefahrt, weiter schrauben. Wir warten und sehen uns ein wenig um. Kurz vor 14 Uhr funktioniert’s dann, sie haben den ganzen Antrieb noch gewechselt. Noch Helme und ein Schloss, zahlen und eine Handynr. dagelassen, dann fahren wir los, zum Einchecken im Hotel. Es wird uns gezeigt, wo wir die Velos abstellen können, dann beziehen wir unser Zimmer. Wir richten uns grob ein und machen uns dann bereit, um noch etwas zu Mittag essen zu gehen.
Mit den Velos fahren wir wieder ins Städtchen, zur Fussgängerzone und finden da ein hübsches Restaurant (Kochyli), schliessen unsere Velos unweit davon ab und setzen uns. Wir bestellen einige Vorspeisen zum teilen, frittierte Zucchini, Tzatziki, warmen Feta und einen groechischen Salat. Es ist äusserst lecker. Zum Dessert erhalten wor noch ein Teller mit Honigmelonenstückchen 😋 Zufrieden und gesättigt radeln wir zurück zum Hotel, deponieren unsere Velos und machen dann noch einen kurzen Spaziergang zum nahe gelegenen Souvenir-Shop, Denise hat diesen soeben entdeckt und braucht noch ihr Souvenir-Magnetchen 😎. Bei der Gelegenheit gibt es noch zwei Mocktails aus der Dose, für auf unserem „Balkönchen“.
So chillen wir bei Dosen-Mocktails auf dem Balkon, planen die weiteren Reiseschritte (wir haben uns doch noch für eine Nacht in Korfu entschieden) und buchen direkt. Danach im heruntergekühlten Zimmer („machst du drinnen Kühlschrank“, zit. n. D. Joller, 2026) noch etwas ausruhen, auch bereits ein wenig schauen, wie es dann nach Korfu weitergehen soll, ich schreibe noch ein wenig am Blog und Denise döst.
Um etwa 19 Uhr machen wir uns langsam bereit, um Abendessen zu gehen. Wir beschliessen, zu Fuss zu gehen und so spazieren wir wieder dem Hafen und Meer entlang bis zu den Restaurants an der Promenade. Im Restaurant Alekos setzen wir uns an ein Tischchen direkt am Meer. Wir bestellen einen Ouzo 🤩 und ähnlich wie am Mittag diverse Speisen zum Teilen, jetzt gibt es Kartoffelpüree mit Knoblauch, Mangoldsalat, Feta in einer Honig-Sesamkruste gebacken, gegrillte Peperoncini und gebackene Auberginen. Das Essen schmeckt wieder vorzüglich. Nach den letzten beiden Abendessen, die eher etwas bescheiden waren, kann sich dies heute sehen lassen 😋😋😋. Und der Ouzo ist erfrischend und passt wunderbar zur Stimmung. Zwischendurch machen wir einige Abendstimmung-Sonnenuntergangs-Fotos. Nach dem Abendessen flanieren wir noch etwas der Meerpromenade entlang, bis zum Lunapark und dann der Strasse entlang durchs Städtchen zurück. Neben unserem Mittagsrestaurant gibt es eine kleine Eisdiele (Elena’s Ice Cream), ich habe sie schon mittags gesehen… Denise hat, wie sie sagt, nur darauf gewartet, dass ich diese anspreche. Da gehen wir uns also ein Softeis holen. Ich nehme Yogurt mit Schokoladensauce und Oreo-Topping, Denise nimmt Vanille-Schokoladen-Mix mit Zuckerstreusel-Topping („das billigste Topping“, zit. n. D. Joller, 2026 😉). Es ist seeeeehr lecker 😋😋. Wir spazieren geniessend zurück zum Hotel und legen uns bald schlafen. Um 23 Uhr schalten wir noch das Deutschland-Spiel ein, wir dösen jedoch beide bald, so dass ich vor der ersten Trinkpause ausstelle. 😴😴


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