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19. Juni 2026 | Ankunft in Brindisi… Sightseeing… und ab auf die Fähre.


Wir erwachen ausgeruht und befinden uns noch einige Stunden vor Brindisi. Viele Reisende haben den Zug bereits verlassen und so geniessen wir die Ruhe und die Ausblicke auf Olivenplantagen und Kakteen. Der Wagenchef serviert uns Frühstück (Espresso und Croissant). So gegen 09.30h treffen wir in Brindisi ein und machen uns zügig auf, die Rucksäcke in einem Geschäft (Olivetti Emilia) abzugeben, welches auch Luggagestorage anbietet. Flo hat dies schon vor einigen Monaten gebucht (via Radical Storage). Da angekommen, ist das Geschäft noch zu. Die Dame vom Geschäft gegenüber erblickt uns und informiert, dass die Geschäftsführerin unterwegs sei und in ca. ‚dieci minuti‘ da sein wird. So warten wir und kurze Zeit später hupt ein Auto neben uns, dass Geschäft wird geöffnet, unsere Backpacks werden entgegen genommen und verstaut. Wir machen uns auf zur Stadtbesichtigung und ich muss sagen, es ist schon zünftig warm. Wir schlendern durch die Gassen zum Meer. Die Hafenpromenade erhält grad eine Modernisierung und so ist ein Teil Baustelle, der andere Teil bereits chic herausgeputzt. Auf der Promenade kommen uns viele Personenen entgegen, wir können diese einordnen, als wir ein Kreuzfahrtschiff im Hafen erblicken. Weiter gehen wir unseren Weg und suchen ein Kaffee. Wir finden dieses in einem noch schattigen Nebengässchen (Il Tempio dei Sapori). Ein Café Freddo bestellen wir und bekommen diesen ungewoht serviert… Es gibt ein Glas Milch, 2 Espressi, je 1 Glas mit Eiswürfel und so mischen wir uns den Kaffee selber zusammen („Café Ikea“). So erfrischend. Anschliessend beschliessen wir, die Städtli-Tour fortzusetzen und uns zeitnah ein Restaurant zum Mittagessen zu suchen. Wir müssen noch warten bis 12h… vorher hat in keinem Restaurant die Mittagsküche geöffnet. So besichtigen wir auf dem Weg noch eine Kirche, welche zu einem Museum umfunktioniert wurde. Ums Eck dann eine Pizzeria (Pizzeria Brunda) mit vielen Schattenplätzen draussen… Wir setzen uns hin und essen eine super feine Pizza. Beim Dessert passen wir, bestellen noch einmal einen kalten Kaffee… Der Restaurantmitarbeiter empfiehlt uns die apulische Variante zu versuchen – mit Mandelmilch. Das probieren wir und sind begeistert. Gestärkt trotzen wir weiter der Hitze und besichtigen den Dom, in welchem Hochzeitsvorbereitungen laufen. Es gibt noch einige Stunden zu füllen. Wir besichtigen einige Museen mit freiem Eintritt. Geschichte… Ausgrabungen und so. Zwischen den Besichtigungen schlemmen wir in der Fussgängerzone (Caffé Ausonia) einen kleinen Eisbecher. Das Archäologische Museum ist dann auch noch grösser als gedacht und von einem Fenster aus können wir die Ankunft der Braut vor dem Dom beobachten. Der Ausgang führt uns in einen wunderschönen Innenhof. Wir entscheiden uns, uns nun langsam zum Fährhafen aufzumachen und spazieren retour Richtung Bahnhof wo auch der Bus zum Hafen Costa Morena fahren sollte. Auf dem Weg holen wir die Rucksäcke. Die Busstation ist schnell gefunden, das Ticket kaufen wir im Coffee Shop im Bahnhof. Der Bus, eine Verbindung zwischen Flughafen, Bahnhof und Fährhafen, lädt nur uns ein, alle anderen Wartenden werden abgewiesen, sie wollen zum Flughafen und müssen in die andere Richtung. Er fährt quer durch die Stadt zum Fährhafen. Plötzlich heisst es aussteigen, zum Check-in fährt ein weiterer Bus, welcher bereits wartet. Wir steigen um und kurze Zeit später wieder aus. Der Check-in für unsere Fährverbindung ist noch geschlossen, das Fenster wird gerade noch in den Container geschraubt, es wirkt ein wenig provisorisch hier. Wir warten und beobachten das Treiben. Ungefähr eine halbe Stunde später ist das Einchecken dann möglich und für uns schnell erledigt. Ein nochmals anderer Bus fährt uns zum Terminal wo wir warten bis das Schiff ankommt. Lange ist es ruhig.. bis zur Ankunft zweier Reisegruppen🙈. Als Individualreisende dürfen wir vor den Gruppen durch die Sicherheitskontrolle und können zügig auf „unser“ Schiff, die Kydon Palace. An der Rezeption nehmen wir die Schlüsselkarten für unsere Kabine entgegen. Die Kabine ist geräumig, das Fenster bietet einen tollen Blick nach draussen. Wir beschliessen zügig zum Self Service Restaurant zu gehen und essen einen Teller Pasta. Sättigend, sonst kein kulinarischer Höhenflug. Für eine Weile gehen wir noch aufs Deck und beobachten wie die Fähre ablegt und mit zunehmendem Tempo aus dem Hafen aufs offene Meer hinaus fährt. Nach einer erfrischenden Dusche fallen wir müde in unsere Betten.


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