Der Wecker geht heute um 7.30 Uhr, wir wollen mit den Velos nach Ksamil und daher nicht zu spät los, Hitze und so 😉. Ich bin schon um ca. 6 Uhr wach. Wir stehen nach dem Wecker auf, machen uns grob bereit und gehen dann nach unten ins Restaurant. Denise befürchtet, dass wir kein Frühstück erhalten, obwohl dies in der Buchung drin ist. Doch wir erhalten Kaffee und frisch zubereitetes Frühstück, Eieromelett, Tomaten, Gurken, Brot, Butter, Honig, eine Art Feta und ein Glas Fruchtnektar. Wir essen uns satt und gehen dann nochmal aufs Zimmer, machen uns fertig für die Velofahrt und tragen unsere Mietbikes die zwei Stockwerke nach unten. Dann fahren wir los, durch Sarandas Gässchen und Strässchen und dann entlang der „Hotelstrasse“. Irgendwann sind wir aus Saranda, es geht etwas bergauf, hinter einen Hügel und dann zwischen Hügel und dem Ksamilsee entlang. Die Strasse ist mässig befahren, relativ breit, so dass es recht gut geht, für meine Verhältnisse und Erfahrungen… [Anmerkung Denise: Meine Velo Erfahrungen fokussieren sich auf Waldwege, Nebenstrassen und Velostreifen. Ich bin maximal gestresst😵💫.] Es ist erst kurz nach 9 Uhr und doch schon warm. Sehr warm. Eigentlich heiss. 🥵🥵🥵. Auf dem Velo geht’s mit einem leichten Fahrtwind, bei kurzen Pausen strömt der Schweiss sofort aus allen Poren… 💦💦💦. Nach ca. einer Stunde Fahrt und rund 14 Km (bei ~120 hm) erreichen wir Ksamil. Wir suchen die Strandpromenade auf und gegen dieser entlang, nehmen in der erstbesten Beachbar (Orange Beach Bar), direkt am Pool, einen kalten Kaffee und blicken auf die sonnenliegenübersäte Strandlinie.
Danach flanieren wir weiter, mal fahrend, mal gehend. Ksamil ist ein purer Touristen-Badeort, Hotels, Unterkünfte, Strandshops, Bars, Restaurants und eben, Sonnenliegen, Sonnenliegen und noch mehr Sonnenliegen. Denise erwirbt auch hier einen Souvenirmagnet, dann suchen wir ein Restaurant mit Meerblick fürs Mittagessen. Wir essen im Restorant Korali beide einen Avocadosalat, sehr lecker und sättigend. Das Baden lassen wir hier bleiben, die Sonnenliegen sind im Set mit Schirm zwar preislich mit ca. 10€ gerade noch okay, aber es ist so eng gestuhlt, dass es nicht mehr wirklich ansprechend ist. Und die Strände hier sind praktisch nicht frei (also ohne Miete von Sonnenliegen) zugänglich. So stossen wir die Velos noch eine Weile weiter bis wir Wassernachschub besorgt haben (jetzt, so um ca. 13 Uhr, ist es wirklich heiss 🥵🫠🫠🫠) und machen uns dann wieder auf die Rückfahrt.
Ausser einem kurzen Trink- und Fotostopp fahren wir fast durch. Eingangs Saranda geht die Strasse nach oben, wir steigen ab und stossen die Velos auf der unteren Strasse entgegen der Einbahn, bis die Richtungen wieder auf einer Strasse vereint sind. So sind wir dann so gegen 14.30 Uhr wieder bei der Velovermietung und geben unsere Velos wieder ab. Am Stadtstrand von Saranda, der frei zugänglich ist, gibt es keinen Schatten, so entscheiden wir uns, erstmal zurück zur Unterkunft zu gehen und uns da etwas auszuruhen, abzukühlen und zu erfrischen. Auf dem Weg entdecke ich in der Fussgängerzone zufällig einen der zahlreichen albanischen Bunker und mache ein Foto… Dann geht es, mit einem Zwischenstopp für Getränkeeinkauf, in die Unterkunft. Nach einiger Ruhezeit entscheiden wir uns, den ursprünglich angedachten Kurzausflug zum Baden an Sarandas Stadtstrand auszulassen, noch etwas zu ruhen und dann direkt zum Essen wieder an die Strandpromenade. Da heute die Schweiz wieder spielt, letztes Gruppenspiel gegen Kanada, wollen wir das Match in einem Restaurant schauen.
So um 19 Uhr machen wir uns ready und spazieren wieder hinunter zur Strandpromenade, Denise schaut sich unterwegs in einer kleinen Kleider-Boutique noch ein Kleid an, lässt es dann aber sein. Denise wechselt in einem Exchange-Büro noch Euro in Lek und dann flanieren wir entlang der Strandpromenade, schauen dem Treiben zu und blicken aufs Meer. Der Himmel ist bedeckt, es wirkt gewitterig, ist düppig, aber regnet nicht. Es sind noch gut 30°C und rund 70% Luftfeuchtigkeit, laut App jedenfalls (und gefühlt durchaus auch)… Spontan setzen wir uns ins Rock & Blues, eine Art Hardrock Café Imitat? Wir gönnen uns da einen Apéro, ich einen Gin Orange, Denise einen Bellini. Wir blicken auf die Promenade und aufs Meer, in der Ferne, etwa um Ksamil herum, sehen wir Blitze und hören Donnergrollen. Gegen 20 Ihr gehen wir weiter, langsam ruft der Hunger. Wir flanieren weiter und setzen uns dann fast am Ende der Promenade, neben dem Restaurant unseres gestrigen Abendessens, ins Restaurant Magllara oder Allegro, wir erhalten jedenfalls die Speisekarten dieser beiden Restaurants vorgelegt. Die Speisekarte des Allegro spricht uns mehr an und so bestellen wir eine albanische Apéro-Platte, Denise Muscheln und ich ein Fergese, ein traditionell albanisches Gericht. Die Vorspeise kommt nur unwesentlich vor den Hauptgerichten, so sparen wir einen Grossteil der Apéro-Platte als Snack für das Match ☺️. Das Essen ist lecker und das Match beginnt dann schon bald. Wir schauen das Spiel, snacken Apéro-Platte und sind dann zur Halbzeit richtig satt. Kurz nach dem 1:0 für die Schweiz wird uns noch ein Früchteteller mit Apfel- und Wassermeloneschnitzen gebracht. Wir essen also weiter 😅. Nach dem Sieg der Schweiz und dem Einzug in den Sechzehntelfinal bezahlen wir und schlendern langsam zurück zur Unterkunft, wo wir bald einschlafen… 😴😴😴


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