Heute ist wieder Reisetag, es soll weitergehen nach Berat. So stellen wir den Wecker, wir wollen auf dem Weg zum Busbahnhof die Altstadt von Vlora besichtigen. So frühstücken wir um 8h im kleinen Frühstücksraum, welcher sich in der Lobby befindet. Es ist ein kleines, aber feines Buffet angerichtet. Der Cappuccino wird serviert ☕. Zur Altstadt nehmen wir ein Taxi. Mir liegt der Marsch von gestern noch in den Knochen und man glaubt es kaum, es ist bereits wieder heiss. Der Taxifahrer rundet am Ende den Betrag eher grosszügig zu seinen Gunsten auf. Wir mögen beide nicht stürmen, bezahlen – denken, dass Karma wirds dann irgendwann schon richten. Die nächste Taxifahrt organisieren wir dann wieder per App. Wir spazieren durch die schmucke Altstadt. Es gibt tolle bauten und Flo entdeckt wiederholt Damen, welche mit Sonnenschirmchen umherlaufen. Er will auch so einen haben 🌂. Ob wir wohl fündig werden? In einem sehr hübschen Kaffee machen wir einen Stopp und erfrischen uns mit einem Getränk. Wechselnd drehen wir Runden durch die Souvenirshops der Strasse. Ein Schirmchen entdecken wir (noch) nicht. [Auch durch die kurze jüdische Strasse schlendern wir kurz, Anm. v. FlO]. Anschliessend kaufen wir noch im Supermarkt [der sich in einer ehemaligen Kirche befindet, Anm. v. FlO] für die Busfahrt ein. Ich bezahle – Flo erhält das Retour-Geld. So kommt das auf dieser Reise immer wieder vor. Wir laufen weiter zur Busstation und wissen bereits, dass wir zu früh da sind. Als wir uns nach einem Schattenplatz zum Warten umsehen, ruft uns ein Chauffeur zu ‚Berati‘? Wir bejahen, verstauen die Rucksäcke und steigen in den heissen Bus. Wir sind dieses mal die einzigen Touris im Bus. Die Fahrt ist heiss. Der Bus Begleiter ist aber sehr bemüht um seine Gäste. Zieht die Vorhänge zu und hält die Autotür einen Spalt offen und mit den Händen fest🙈. Immer wieder verlassen Fahrgäste an ausgehandelten Halteorten den Bus, neue Steigen zu. So fahren wir ins Landesinnere bis Berat – die Stadt der tausend Fenster. Am Busbahnhof steigen wir in den Ortsbus um und fahren zum Zentrum. Von da Laufen wir zur Unterkunft. Eigentlich nicht weit, nur bläst ein heisser Wind, bei guten 40°C 😱. Die Unterkunft Ajka ist in den Fels gebaut und so angenehm kühl. Das Zimmer ist bereits bezugsbereit, worüber wir sehr dankbar sind. Nach einem kurzen Abkühlen beschliessen wir im dazugehörigen Restaurant zu essen und mit dem Stadt Spaziergang bis in die Abendstunden zu schlafen. Es ist einfach zu heiss. Gegen 18h wagen wir das Verlassen des Hotels und spazieren durch die verschiedenen Ortsteile Berats. Ich kann ein weiteres UNESCO WELTKULTURERBE auf meiner Liste abhaken 😀. Touristen hat es viele doch nur wenige treffen wir in den steilen Gassen an. Möglicherweise sind alle auf der Burg. Wir laufen die stotzigen Gassen hoch. Bestaunen die Häuser, Innenhöfe, Türen. Nun stehen wir da. Vor uns drei Tafeln mir Rooftop Terrassen. Wir entscheiden uns für die goldene Mitte (Rooftop View) und gehen die steilen (wohl ungenormten) Treppen hoch. Vorbei an einer Waschmaschine mit Blick ins Wohnzimmer und weiter hoch. Der Gastgeber hat uns bereits entdeckt und folgt uns. Der Blick von der Terrasse ist atemberaubend. Nach einem kurzen hin und her bestellen wir zwei Korça und geniessen diese. Der Gastgeber weicht uns nicht von der Seite. Erklärt einiges über die Burg und die Ortsteile. Mir ist diese Präsenz zeitweise unangenehm. Das Bier 🍺 ist dafür sehr günstig. Nach dem Bezahlen gehen wir vorsichtig die Treppen und Gassen wieder hinunter. Beim ersten Rundgang durch den flachen Ortsteil hat Flo den Schirm entdeckt. Diesen will er sich nun kaufen. Der zweite Gang lohnt sich, nun kostet dieser noch halb soviel wie vorhin. Ich kaufe noch mein Magnetli und werde langsam grummelig. Wir brauchen noch Getränke für den morgigen Reisetag und Abendessen? Es ist schon nach 21h… Was ist wenn dann im ausgewählten Restaurant, die Küche bereits geschlossen hat?
Flo bödelet mich. Eins ums nächste. Zuerst in den Supermarkt. Bereits heute Mittag hat sich mir ein kleiner Junge an der Kasse bis auf wenige Zentimeter genähert. Ich weiss nicht ob er mir als Frau vordrängeln wollte oder es auf meinen Portemonnaie-Inhalt abgesehen hat. Ich bin hoch achtsam. Zum Abendessen gehen wir in einen anderen Ortsteil (Gorica). Beim Queren der Brücke bestaunen wir den aufgehenden Vollmond. Schnell einige Fotos und weiter. Noch wenige Schritte weiter und wir sitzen in einer Innenhofveranda des Restaurants Koroni und essen sehr, sehr fein. Zwei Raki 🥃werden zum Abschluss des Essens vom Gastgeber offeriert. Wir bedanken uns und laufen den kurzen Weg zurück zum Hotel. Unten am Flussbett quaken Frösche und Grillen zirpen. Es ist richtig laut. Müde fallen wir ins Bett und lauschen den unterschiedlichsten Tierlauten.


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