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4. Juli 2026 | Ausflug zu „Albaniens Thailand“: Koman-See & Shala-Fluss


Bereits um 6.15h stehen wir beim Treffpunkt. Über eine Buchung mit Get your Guide fahren wir mit einem Minibus nach Koman. Ab da geht es mit dem Schiff weiter über den Koman Stausee und den Shala- Fluss. Diverse Minibusse stehen bereit, werden mit einer Mischung unterschiedlichster Personen beladen. Bereit zur Abfahrt. In unserer Gruppe scheinen noch Personen zu fehlen. Es wird kurz gewartet..dann doch los. Unterwegs werden die zwei Damen dann aufgeladen. Im Konvoi fahren die Minibusse hintereinander her. Mal wird überholt, mal gehupt, mal schneller, mal langsamer gefahren. Die Aussicht aus dem Busfenster ist schön. Zunächst fahren wir durch Dörfer, Gemüse Plantagen. Anschliessend beginnt die kurvige Bergstrasse, die scheint neu ‚renoviert‘ letzte Arbeiten wie Leitplanken werden aktuell noch angebracht. Auf einer ‚Passhöhe‘ ein Stopp für WC und Kaffee. Unser Bus ist dank rasanter Kurvenfahrt der erste auf dem Rastplatz. Schnell suchen wir den WC Container auf und kaufen Kaffee. Schon sind weitere Busse da und zirkeln sich in kleinste Parklücken. Der Rastplatz füllt sich mit Menschen, wohl viele mit dem selben Ziel. Gute 30min. später Weiterfahrt im Konvoi über viele weitere Kurven bis Koman. Aussteigen und dem Guide folgen scheint die Devise. Wir folgen 😀👟👟. Laufen durch einen Tunnel, welcher auch für schmalere Busse befahrbar ist. Nicht ganz risikofrei das Ganze. Am Hafen heisst es warten. Zwei Autofähren werden noch fertig beladen. Wenn diese losfahren, können die Touristen Boote anlegen. Ein bisschen chaotisch das ganze. Immer mehr Touristen Gruppen kommen an und warten neben Autos und Güter (darunter auch eine Ladung Stroh) auf das Besteigen der Boote. Eine Fähre nimmt viel Aufmerksamkeit auf sich. Ein Transportbus fährt zum Schluss auf – der Platz reicht nicht ganz aus, so bleibt ein Teil des Busses auf der Ladeklappe. Noch schnell ein Betonklotz unter die Räder und Leinen los 🫣🙈. Nun sind die Touris an der Reihe. Sie stürmen auf die Boote, die Bootsführer rufen ’slowly, two boats‘. Flo und ich besteigen am Schluss das Boot. Mit Manpower werden die Boote gehalten und bei Abfahrt aneinander vorbei rangiert. Unser Boot wechselt kurz nach Start noch den Kapitän. Dabei tangieren sich die beiden Boote nicht gerade sanft. Nun kehrt Ruhe ein, das Boot shippert über den See, ab und zu erreichen uns erfrischende Wasserspritzer. Der Ausblick über den See und entlang des Flusses ist imposant. Ab und zu erinnert mich diese an meinen ‚Haussee‘ und ich erwarte nach der nächsten Kurve den Schillerstein. Nach gut einer Stunde erreichen wir unser Ziel und es ist vorbei mit der Ruhe. Nebeneinander fahren Boote aufs Kiesbett. Ausgestiegen wird ohne Ausstiegshilfe direkt auf den Kieshaufen. 14.30h wieder beim Boot, wird beim Aussteigen noch mitgeteilt. Wir steigen aus und gehen direkt ins erste Restaurant. Wir essen zwei Burek und sitzen erhöht am Schatten, beobachten das Treiben. Grundsätzlich ist das Flussbett mit dem klaren Wasser und den hölzernen Hotels, Restaurants und Hostels schön. Auf uns wirkt alles leider zu fest auf  ‚Geldmache‘ fokussiert. Die Restaurants überteuert, die Toiletten müssten bezahlt werden, ohne dass diese mit Toilettenpapier ausgestattet sind und die Liegen am Fluss sind natürlich kostenpflichtig. Wir schauen uns um, laufen ein wenig dem Fluss entlang und beschliessen, die Zeit bis wir wieder auf dem Boot sein müssen in einem Restaurant zu warten und Zmittag zu essen. So geht die Zeit dann doch schnell vorbei. Gegen 14h laufen wir übers Kiesbett zurück zum ‚Hafen‘. Die Zeit würde noch reichen, die Treppen der Aussichtsplattform hochzusteigen. Wir erklimmen die ersten Stufen als mir ein Junge hinter her ruft: ‚Mam, you have to pay“. Ich erkunde mich über den Preis und entscheide schnell, wieder hinunter zu steigen. 200 Lek p.P. für die paar rostigen Stufen hoch finde ich unangemessen. So gehen wir zum und aufs Boot und zeitnah legt dieses ab. Gemütlich schippern wir retour nach Koman. Die Fahrt ist ruhig, viele Passagiere wirken erschöpft. In Koman angekommen, eine kurze Unsicherheit, ob direkt durch den Tunnel gelaufen werden muss. Wir gehen der Menschenmenge nach und siehe da, am anderen Ende des Tunnels stehen die Busse bereit. Es scheinen Gäste zu fehlen und spannenderweise sind es genau die beiden, bei welchen ich Flo im Verlauf des Tages mal gesagt habe „Musch luägä uf die zwei Hippies münr de am Abig warte 😇“. Genau so ist es nun. Der Guide telefoniert eifrig und plötzlich kommen sie angestampft. Nun sind alle da und der Minibus setzt sich in Bewegung, über die selbe kurvenreiche Strasse retour nach Shkodra. Viele Kurven später, ein verdächtiges hüsteln des kleinen Mädchens im Bus. Ich zu Flo: „Oh jetzt chotzt si de“ und voilà 🤮. Der umsichtige Chauffeur hält bei der nächsten Ausweichstelle und die Familie nimmt ein weiteres Plastiksäckli von uns dankbar an. Kurz durchatmen und weiter. Kurz nach 17.30h erreichen wir Shkodra, kaufen noch kurz ein und schleichen müde und etwas überhitzt retour ins Appartement. Wir duschen und ruhen. Ich schlafe ein. Das Abendessen nehmen wir in einem nahe gelegenen Pub ein, schauen dabei zu, wie Marokko gegen Kanada gewinnt ⚽.  Schnell schlafen wir ein…


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