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5. Juli 2026 | Ein Zwischenhalt in Krujë und Skanderbegs Burg


Wir starten ruhig in den Tag, nach zwei frühen Starts, wegen Schweiz-Match und Ausflug, können wir heute etwas ausschlafen. So müde und erschöpft ich gestern eingeschlafen bin (noch vor Denise, was nicht so oft vorkommt…), so fit und ausgeschlafen bin ich jetzt. Es gibt Instant-Eiskaffee zum ersten Frühstück und um ca. 9 Uhr stehen wir auf und machen uns für die Weiterreise bereit. Kurz vor 10 Uhr sind wir bereit und verlassen die Unterkunft. Wir suchen ein Frühstück, die Restaurants in der „Touristrasse“ bieten da nicht so viel, Eier oder Croissants… So suchen wir eines der von Edi (unserem Vermieter) empfohlenen Frühstücks-Restaurants auf, das Genti. Hier gibt es mehr und eine gute Auswahl. Denise nimmt das Healthy Morning mit einem Müsli und zwei getoasteten Broten mit Schinken und Spiegelei, ich die hausgemachten Pfannkuchen (Petulla) mit Früchten, Käse und Honig. Beide sind wir zufrieden und satt. Um ca. 12 Uhr sollen wir wieder bei der Unterkunft sein, von dort werden wir dann abgeholt für unseren ‚Privattransfer‘. Es ist 11.15 Uhr, das reicht noch für etwas zu trinken. Danach bezahlen wir und machen uns auf den Weg. Unterwegs, es ist erst ca. 11.40 Uhr, wird schon nachgefragt, wann wir ready sind. Kurz darauf sind wir beim Treffpunkt und werden von ‚Edi‘ in Empfang genommen (wir sind nicht mehr sicher, ob er jetzt unser Vermieter oder dessen Bruder ist oder es sich um ein Übersetzungsfehler handelte, es spielt uns aber auch keine Rolle). Durch einige Hintergässchen werden wir zum Auto geführt (vorgängig wurde Denise per Nachricht noch informiert, dass sein Auto im Service sei und wir ein Ersatzauto haben…). Das Auto ist rot (weitere Infos dazu, bzgl. Marke, Leistung etc. müssen über Denise erfolgen, ich kann nur noch folgendes beitragen: es hat vier Räder – [Anm. Denise: Ein altes Kleinwagenmodell Marke Honda. Noch handgeschaltet und ohne Mittelkonsole. Die Leistung scheint gut, zumindest reicht diese für zügiges überholen 🚗]). Gepäck eingeladen, eingestiegen und schon geht’s los. Es ist nicht das neuste Model, nicht klimatisiert und eher warm. Wir kommen, abgesehen vom stockenden Verkehr in Shkodra, ganz gut voran. Edi meint, es habe heute viel Verkehr von und nach Tirana. Er sei in Shkodra aufgewachsen, wohne und studiere jetzt aber in Tirana. Unterwegs sehen wir teils pompöse Bauten am Strassenrand, Hotels im Neo-Antiken Stil, mit Säulen und Verzierungen (ich bin architektonisch zu wenig versiert, die korrekte Stil-Bezeichnung darf gerne im Kommentar geteilt werden 😉). In Lezhe gibt es einen kurzen Halt, Edi deponiert etwas in einer seiner weiteren Unterkünfte (fünf besitze er insgesamt). Etwas später halten wir an einem kleinen Markt am Strassenrand und er spendiert uns ein kaltes Getränk, vis-à-vis steht eine Swissoil-Tankstelle. Wir fahren weiter, bald über etwas löchrige Wege, Edi umzirkelt die Löcher unter Nutzung der gesamten Strassenbreite, „Slalom on the road“… Dann folgt schon bald die Bergstrasse nach Krujë, Autos kreuzen sich, vor uns fährt ein kosovarischer Car. Denise meint, die haben ihre Autos hier sehr im Griff und wissen genau, wie viele mm links und rechts noch verfügbar seien. So fahren wir hoch und höher, es geht auf bis ca. 550 m. ü. A. hoch. Edi bringt uns bis ins Zentrum, lädt uns aus und erhält nebst unserem Dank auch die vereinbarten 50 €. Es ist etwa 13.45 Uhr.

Nun suchen wir unsere Unterkunft, finden sie aber nicht. Laut Karte von Bookings stehen wir praktisch davor, angeschrieben sehen wir nichts. Die Erkundigung in einem Shop auf dem Basar gibt uns eine Richtung, ob sie mich richtig verstanden haben weiss ich jedoch nicht. Über Booking frage ich nach, erhalte aber noch keine Antwort. Wir stellen uns in den Schatten und warten. Ich gehe eine Strassenseite hoch, sehe aber nichts und gehe wieder runter, dann die andere Seite, hoch zur Burg… Denise folgt mir dann. Die Strasse, aus  glatten Steinplatten, ist eher rutschig. Wir sehen uns oben ein wenig um und beschliessen, im Restaurant hier mal etwas zu trinken und auf Antwort zu warten. Denise wirkt etwas unruhig. Wir haben für die Unterkunft noch nichts bezahlt und könnten jederzeit kostenlos stornieren, also alles entspannt (finde ich…). Dann erhalte ich Antwort, es ist nicht weit von hier, in der Burg, selber Eingang wie ein anderes Restaurant. Wir bezahlen und machen uns auf den Weg, der Aufstieg geht noch ein wenig weiter, dann sind wir da, Restaurant Merlika. Die ‚Rooms Nesti CASTLE of Kruja‚ sind auch hier nicht angeschrieben, wir werden aber erwartet. Es scheint zusammenzugehören und/oder dasselbe zu sein… Wir bezahlen, dann werden wir zu unserem Häuschen geführt, er zeigt auf den TV, meint ‚Football, inside, outside, Klan TV, don’t forget, Klan TV‘. Es ist eine hübsche kleine Anlage, etwas verwinkelt, überall Sitzplätze mit toller Aussicht. Wir deponieren unser Gepäck und beschliessen, gleich hier zu essen, er hat uns schon gefragt, ob wir essen wollen, er erwarte noch eine Gruppe. Wir essen gut zu Mittag, die Portionen sind gross, die Preise, im Vergleich auch (und für uns trotzdem noch günstig). Denise wird von den gegrillten Meatballs noch zu den „Meatballs in the casserolle with vegetables, better“, überredet (gut doppelt so teuer 😉🤑💸💸💸). Nach dem Essen stapfen wir über die Burg, resp. die Überreste davon, sie bietet tolle Aussichten ins Umland. Von hier aus hat Skanderbeg, Albaniens Nationalheld, Widerstand gegen die osmanische Besatzung geleistet. Wir spazieren hinunter von der Festung und gelangen in den Basar, stöbern da ein wenig umher. Viele Shops bieten sehr ähnliche, typische Souvenirartikel an. Nur wenig bis keine wirkliche Handwerksshops, vereinzelte „Flohmarkt“ oder Antiquitätenshops, mit durchaus spannenden Dingen. Ich erwerbe ein Set albanischer Banknoten zu Zeiten der Weltkriege. Und in einem Souvenirshop nehme ich ein Kätzchen mit 🫣🤣🐈‍⬛. Und Denise? Wer errät, was sie sich ergattert hat?

Wir suchen die Busstation, damit wir morgen wissen, wo wir hin müssen. Ein direkter Bus nach Durrës von hier gebe es nicht, wir müssen nach Fushë-Krujë und dort umsteigen. Mit diesem Wissen machen wir uns auf den Rückweg, gehen durch die Fussgängerzone und setzen uns noch in eine Café-Bar und trinken einen Kaffee. Danach, es ist mittlerweile schon bald sieben Uhr, kehren wir via Burgfestung (und einigen Fotos) zurück in unser Appartement. Kurz chillen wir auf dem Bänkli vor unserem schmucken, rustikalen Häuschen und geniessen, einmal mehr, Denises neues Lieblingsgetränk: Fentimans Rose Lemonade. Etwa um acht Uhr machen wir uns auf, Sonnenuntergangsstimmung geniessen. Von der Burg aus überblicken wir Kruja, die Ebene darunter, fie Bergkette und die Adria, bis zur untergehenden Sonne am Horizont. Einige 1000 Fotos später (leichte Übertreibung 😉) mache ich nochmals einen kurzen Abstecher zum nun mehrheitlich geschlossenen Basar für Fotos der geschlossenen Lädeli, Denise geht zurück zur Unterkunft. Nach meinem kurzen Fotoausflug kehre ich zurück zur Unterkunft, hole Denise ab und dann erlöscht das Licht im Aussenbereich. Wird hier, so ohne Gäste im Restaurant, bereits Feierabend gemacht, denken wir. Unser Gastgeber sass zuvor ganz alleine auf der Terrasse und schien auf Kundschaft zu warten. Als wir im Appartement noch kurz was holen wollen, bleibt es auch da dunkel, Klima aus… Okay, nicht Feierabend, Stromausfall 😅. Beim Blick hinten herab sehen wir auch da dunkle Häuser. Vorne ist die Beleuchtung des Museumbaus ebenfalls aus… Kurz darauf kommt der Strom wieder Strassenlichter und alles geht wieder an und wir besuchen das Restaurant Emiliano direkt oberhalb von unserer Unterkunft, nun ebenfalls wieder beleuchtet. Kurz vor neun Uhr setzen wir uns und bestellen. Wir sitzen mit Blick auf die Ebene, in der Ferne die Lichter Tiranas, der Flughafen und am schwarzen Himmel die Sterne. Es geht ein angenehmes Lüftchen, es ist wohl der temperaturtechnisch angenehmste Ort und Abend unserer diesjährigen Ferien. Wir essen gut, trinken ein Glas Weisswein und es ist etwas günstiger als in „unserem“ Restaurant. Danach, kurz vor 22 Uhr, gehen wir in die Unterkunft und richten uns für die Nacht ein.

🪥🛏️😴 ⚽🇧🇷🇧🇻 (🛫:🏆)


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